Geschichte und Weiterentwicklung der Genossenschaft Reka

Nachhaltiges Unternehmen auf Erfolgskurs

Gegründet am 22. Juni 1939 mit dem Ziel der Förderung von Ferien und Freizeit, insbesondere für Familien, ist die Ausrichtung des Non-Profit-Unternehmens im heute wirtschaftlich hart umkämpften Umfeld aktueller denn je.

 

Im Juni 1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, wurde die Reka gegründet. Die damalige Generation war geprägt von der Wirtschaftskrise, von Massenarbeitslosigkeit, von politischer Konfrontation im europäischen Ausland und auch in der Schweiz, von Klassenkampf und sozialer Unrast. Die Bedrohung durch das nationalsozialistische Deutschland wurde von Tag zu Tag akuter.

Vor diesem existenzgefährdenden Hintergrund rückten in der Schweiz die Menschen näher zusammen, und verantwortungsbewusste Politiker, Wirtschafts- und Gewerkschaftsführer begannen im Interesse des Gesamten das Trennende zu überwinden und das Gemeinsame zu suchen, die Kooperation an Stelle der Konfrontation zu setzen. Aus diesem Geiste entstand 1937 unter den Sozialpartnern das Friedensabkommen der schweizerischen Maschinen- und Metallindustrie und in den nächstfolgenden Jahren eine Anzahl weiterer Gesamtarbeitsverträge in anderen Wirtschaftsbranchen.

In die Gesamtarbeitsverträge wurden erstmals auch Ferienregelungen für die Arbeiterschaft aufgenommen, somit auf rein privatrechtlicher Grundlage. Dies hatte damals insofern seine praktische Bedeutung, als in jener Zeit in Deutschland und Italien Feriensysteme entstanden waren (z. B. "Kraft durch Freude"), die in den Dienst einer Staatspartei gestellt wurden und politische Propagandafunktionen erfüllten.

In der Schweiz wollte man selbstverständlich nicht, dass der Staat über die Freizeit der Menschen verfügen kann. Es entstand aber der Wunsch, den weniger bemittelten Bevölkerungskreisen die Möglichkeit zu verschaffen, sich zu erschwinglichen Preisen überhaupt Ferien leisten zu können. Der Präsident und der Direktor des Schweizerischen Fremdenverkehrsverbandes, Dr. Fritz Ehrensperger und Dr. Walter Hunziker, griffen deshalb in Zusammenarbeit mit dem Präsidenten des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, Robert Bratschi, die Idee einer Reisesparkasse auf. Ausgangspunkt war - wie heute noch - der Spargedanke: man sollte auf ein Ferienarrangement hin sparen. Die Verbilligung des Arrangements sollte erreicht werden durch Zinserträge, durch Überschüsse aus besonderen Verträgen mit Tourismus- und Transportunternehmungen sowie durch Beitragsleistungen beteiligter Firmen, Arbeitnehmerorganisationen und Verwaltungen.

Gestützt auf diese noch heute gültige Grundphilosophie entstand am 22. Juni 1939 in Bern die Schweizer Reisekasse, eine Genossenschaft mit 21 Gründungsmitgliedern und einem bescheidenen Kapital von CHF 26'000.–.

Auf diese besondere, pragmatische, man darf sagen typisch schweizerische Art hat die Reka ihren Anfang genommen. Es folgten Weltkrieg, Nachkriegszeit, Hochkonjunktur, Rezessionen, Auf- und Ausbau der Sozialwerke auf verfassungsmässiger und gesetzlicher sowie weitere Sozialleistungen auf vertraglicher Basis, Deregulierung, Globalisierung - nichts vermochte die kontinuierliche Weiterentwicklung, den Erfolgsweg, ja den Siegeszug der Reka aufzuhalten.

Meilensteine in Kurzüberischt

Auszeichnungen


Video Impressionen - die spannende Entwicklung der Reka!